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Marketeer mit umfangreicher Kenntnis der internationalen Entwicklungen im regulatorischen Rahmen der Krypto-Szene.
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Die Tage, in denen Kryptowährungen (beinahe) gänzlich anonym waren, sind gezählt. Wachgerüttelt durch die Realität, dass diese Anonymität Menschen dazu animieren könnte Kryptowährungen für Geldwäsche oder andere kriminelle Tätigkeiten zu verwenden, stocken die Behörden nun ihre Taskforces auf, um Krypto-Trader und Exchanges zu überwachen.

Status Quo

Während Regierungen der Krypto-Community rund um Bitcoin und Co. zu Beginn wenig Aufmerksamkeit schenkten, werfen diese mittlerweile ein gezieltes Auge auf den Kryptomarkt. Einerseits natürlich um ihre Bürger zu beschützen, in zweiter Instanz jedoch auch um ihre eigenen Interessen zu verfolgen. Damit ist vor allem das präventive Sammeln der Daten von Krypto-Tradern, sowie Exchange-Plattformen gemeint, um Kriminelle und Steuerhinterzieher aufzuspüren. Gestartet hat damit 2014 die USA, deren Behörden als erste einen genaueren Blick auf Kryptowährungen geworfen hatten. Vier Jahre später, im Juli 2018, setzte die IRS sogar eine internationale Taskforce auf, unter dem Vorwand, die Bedrohung für Steuerverwaltungen zu reduzieren. Mit dabei sind neben den USA auch Australien, Kanada, die Niederlande und Großbritannien. "The Joint Chiefs of Global Tax Enforcement", kurz auch "J5", kombinieren ihre internationalen Kräfte, um Strategien zur Informationssammlung zu entwickeln und in gemeinsamen Untersuchungen zu operieren. Die IRS (Internal Revenue Service) selbst hat bereits einiges an Erfahrung in diesem Bereich, nachdem sie die in den USA ansässige Kryptobörse Coinbase dazu angehalten hat, Daten von 13.000 Nutzern aus steuerrechtlichen Gründen auszuhändigen. Auch andere Behörden, wie die belgische STI (Special Tax Inspectorate), folgen dem Beispiel und suchen nach Möglichkeiten Kryptobörsen dazu zu bringen, Daten der angeblich anonymen Nutzer auszugeben. Ebenso sprechen die australischen Behörden über ihre Pläne Krypto-Steuerhinterzieher nicht mehr mit Samthandschuhen anzufassen. Mittels des "100-Punkte-Identifikation-Verifizierungs"-Systems will die ATO (Australian Taxation Office) so viele Daten wie möglich aus dem Krypto-Markt sammeln, was es beinahe unmöglich macht sich noch hinter pseudonymen Adressen und Accounts zu verstecken.

Situation in der EU

Auch die österreichische Regierung steht in Kontakt zu Kryptobörsen und hat eigene Spezialteams, um Blockchains zu crawlen und Nutzer hinter Transaktionen zu identifizieren. Doch nachdem virtuelle Währungen nicht durch nationale Grenzen abgedeckt werden, fühlen sich viele Nutzer sicher, sobald sie global handeln. Es ist Fakt, dass es keine einheitlichen internationalen Regulierungen gibt, die auf die gesamte Kryptogemeinschaft zutreffen, aber mittlerweile gehen die verschiedenen Länder nicht mehr isoliert gegen kryptobezogene Kriminalfälle vor. Erst in diesem Monat (Juli 2018) veröffentlichte das EU-Parlament eine detaillierte Analyse über virtuelle Währungen (“Virtual currencies and central banks monetary policy: challenges ahead”), in der erklärt wird, dass, wenn auch zurzeit kein einheitlicher Ansatz bezüglich finanzieller Regulierungen zu finden ist, Anstrengungen gemacht werden die Regulierungen aller Länder abzustimmen. Im Speziellen wird versucht zu garantieren, dass Kryptobörsen KYC- und AML-Richtlinien Folge leisten. So übt die EU Druck auf Exchanges aus, damit diese KYC-Prozesse bei der Registrierung einbinden, sobald Transaktionen ein gewisses Limit überschreiten. Weiters zielt die EU darauf ab Geldwäschereigesetze zu entwickeln, wodurch Kryptobörsen verdächtige Transaktionen an Finanzbehörden melden müssten.

Was ist zu erwarten?

Die "J5", die europäische Taskforce und auch national zusammengestellte Teams, die Kryptowährungen überwachen und kryptobezogene Straftaten bekämpfen wollen, sind Krypto-Tradern und Kryptobörsen auf den Fersen. Dies sollte jedem bewusst sein, der in den Kryptomarkt involviert ist, selbst für Anhänger der totalen Anonymität und Verfechter sogenannter “Privacy-Coins”.

Was kann ich tun?

Genau aus diesem Grund arbeiten wir bei Blockpit an einer Lösung, um zumindest ein regulatorisches Problem - die Kryptoversteuerung - zu vermindern. Da immer weitere Regulierungen vor der Tür stehen, bieten wir mit unserer Transaktionsübersicht zusätzlich eine Lösung an, die Krypto-Tradern beim "Auscashen" von Gewinnen bei Banken hilft. Damit ist zum einen das Risiko minimiert (unbewusst) finanziellen Betrug zu begehen, zum anderen wird der Komplexität der korrekten Ausführung von Krypto-Steuern der Kampf angesagt.
Wir empfehlen allen Steuerpflichtigen sämtliche Einkünfte aus Kryptowährungen transparent und sauber zu dokumentieren. Diese Nachweise können und werden vom Finanzamt eingefordert werden. Die oben angeführten Informationen geben einen ersten Überblick über die Situation international und in Österreich und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Sources:
Blockonomi: Bitcoin money laundering
European Parliament: Virtual currencies and central banks monetary policy: challenges ahead
Cointelegraph: Fünf Nationen schließen Allianz zur Durchsetzung von Steueranforderungen
Cointelegraph: Belgische Steuerbehörde auf der Suche nach einheimischen Investoren auf ausländischer Kryptobörsen
Cointelegraph: Australisches Finanzamt will härter gegen Krypto-Steuerbetrüger vorgehen
Cointelegraph: USA: Krypto wurde in Steuererklärungen 2017 bisher nur selten angegeben
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