Um Ihren Webseiten-Aufenthalt so komfortabel wie möglich zu gestalten speichert Blockpit Cookies. Mit einem Klick auf “Akzeptieren” bestätigen Sie die Verwendung dieser. Für mehr Informationen lesen Sie bitte unsere Datenschutzerklärung
CMO von Blockpit mit tiefem Verständnis für den Krypto-Bereich und den damit einhergehenden Vorschriften durch jahrelange Erfahrung.
Teilen Sie den Artikel

Die rasanten Entwicklungen am Kryptowährungs-Markt werfen stetig neue Fragen rund um die Zukunft von Bitcoin und co. auf. Um diese zu beantworten bedarf es vor allem Experten, die sich schon früh mit dem Markt beschäftigt haben und dessen Strukturen verstehen. Einer davon ist Max Tertinegg, CEO und Co-Founder von Coinfinity. 2014 gründete er Coinfinity, einen österreichischen Bitcoin-Broker für Privatpersonen und Unternehmen. Unter dem Motto "Bringing Bitcoin to the people" bietet Coinfinity Bitcoin-Handel, Beratung für Unternehmen und informative Vorträge an.
In unserem Interview teilt Max seine Erfahrungen und die Entwicklungen bei Coinfinity, seine Vermutungen hinsichtlich der Zukunft von Bitcoin sowie seine Erwartungen von der österreichischen Krypto-Szene.

Blockpit: Vielen Dank Max für deine Zeit. Der Markt hat sich nach einem Hype vergangenes Jahr und einem starken Kursfall dieses Jahr nun etwas beruhigt. Wie hat Coinfinity diese turbulenten 12 Monate erlebt
Max Tertinegg: Analog zum Bitcoin-Kurs hat sich bei uns auch die Kundennachfrage verändert. Nach einem wirklich enormen High Ende 2017 hat sich diese nun wieder bei einem normalen Level eingependelt. Das ist durchaus positiv, weil wir dadurch mehr Zeit haben, um unsere technische Lösungen im Hintergrund weiter zu entwickeln. Generell bietet ein Bärenmarkt immer gute Möglichkeiten zur technischen Weiterentwicklung, die wir auch nutzen. Wir haben in den letzten Monaten auch einige sehr interessante Partnerschaften geschlossen, mit durchaus bekannten Firmen wie z.B. der Österreichischen Staatsdruckerei für unser Produkt der Card Wallet. Obwohl es derzeit noch relativ ruhig ist, gehen wir davon aus, dass uns ein weiterer Bullenmarkt bevorsteht, auf den wir uns schon vorbereiten.

"Generell bietet ein Bärenmarkt immer gute Möglichkeiten zur technischen Weiterentwicklung."

Du wirst mit Sicherheit oft gefragt wie du die Zukunft von Bitcoin und co. siehst. Wie positiv gestimmt bist du für 2019 und warum?
Ich bin generell sehr positiv eingestellt, was die Zukunft von Bitcoin betrifft. Ob sich der Preis von Bitcoin 2019 nach oben oder nach unten bewegen wird, kann ich nicht sagen. Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass 2019 noch mehr Menschen Bitcoin für sich entdecken werden, und dass auch die Nutzung von Bitcoin zunehmen wird, sowohl als Wertspeicher aber auch als Zahlungsmittel.

Aus deiner Sicht, wie siehst du die österreichische Kryptoszene? Wo sind wir Vorreiter und wo haben wir auf internationaler Ebene Aufholbedarf?
Wir haben in Österreich eine sehr lebendige und meiner Meinung nach auch sehr vielfältige Szene. Nicht nur im Bereich des klassischen Handels mit Kryptowährungen hat Österreich einige Vorzeigeprojekte, auch im generellen Blockchain-Bereich gibt es wirklich gute Projekte. Ich glaube, dass wir im europäischen Vergleich durchaus im oberen Drittel mitspielen.
Aufholbedarf haben wir im Bereich der politischen Umsetzung von Forderungen der Krypto-Szene, die schon länger im Raum stehen. Liechtenstein ist hier ein Vorzeigebeispiel, an dem wir uns orientieren können. Ich habe aber das Gefühl, dass sich hier gerade in den letzten Monaten einiges bewegt und wir nächstes Jahr gute politische Ergebnisse sehen werden.

"Aufholbedarf haben wir im Bereich der politischen Umsetzung von Forderungen der Krypto-Szene."

Eine Entwicklung der Krypto-Szene sind Security Token. Diesen wird großes Potenzial zugesprochen. Ist dies berechtigt? Welche Challenges sind zu erwarten?
Ich sehe hier sehr großes Potenzial, glaube aber, dass es ein wenig länger als erwartet dauern wird, bis dieses Potenzial in der Realität angekommen ist. Das Prinzip der Tokenization ist zwar unaufhaltbar und wird auch vor Securities nicht Halt machen, aufgrund der jetzt schon sehr starken Regulierung von Securities sehe ich aber viel Arbeit auf alle Beteiligten zukommen. Ein Security Token ist ja, anders als eine reine Kryptowährung wie Bitcoin, immer an etwas Externes geknüpft und wird daher viel mehr regulatorische Fragen zu Ausgabe, Übertragung und Verwendung aufwerfen.

Euer Firmenmotto lautet: "Bringing Bitcoin to the people" - wo siehst du deine persönliche Aufgabe die Vision von Kryptowährungen zu verbreiten? Und was dürfen wir von Coinfinity in den nächsten Jahren erwarten?
Mein persönlicher Zugang ist vor allem, eine Alternative zu unserem derzeit vorherrschenden Geldsystem aufzuzeigen. Was Coinfinity betrifft, so entwickeln wir uns derzeit von einem B2C- zu einem B2B-Anbieter, wir fokussieren uns immer mehr darauf, technische Lösungen für andere Firmen zu bauen, die im Bitcoin- und Blockchain-Bereich etwas umsetzen wollen.

Herzlichen Dank für deine Einblicke, Max. Wir sind gespannt auf die Zukunft.

Teilen Sie den Artikel

01Spotlight

Auf einen Blick informiert

Wie werden Kryptowährungen in Bulgarien rechtlich behandelt? Artikel lesen

Bleiben Sie wie Sie sind, nur informierter

Melden Sie sich für unseren wöchentlichen Newsletter an