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Marketing Managerin bei Blockpit mit kritischem Blick auf Entwicklungen und Veränderungen in allen Bereichen des Krypto-Marktes.
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Werfen wir einen Blick auf die Zukunft von Kryptowährungen als Zahlungmittel. Kryptowährungen sind sehr vielseitig und haben viele verschiedene Funktionen, doch der Anwendungsfall als Zahlungs- und Überweisungsmethode wird in der Öffentlichkeit besonders kontrovers diskutiert. Unzählige Mythen kursieren über das Bezahlen mit Bitcoin und Co., aber was steckt wirklich dahinter? Werden wir in der Zukunft auch im Supermarkt mit Coins und Tokens bezahlen?

Bitcoin und andere virtuelle Währungen sind zwar als Zahlungsmittel noch nicht im Mainstream angekommen, aber viele Unternehmen spielen bereits mit dem Gedanken, in Zukunft Kryptowährungen zu akzeptieren oder Blockchain-basierte Lösungen zu nutzen. Eine Reihe bekannter Unternehmen akzeptieren Kryptowährungen oder haben diese in der Vergangenheit akzeptiert, darunter Microsoft, Virgin, Expedia, Subway, T-Mobile Polen, OKCupid und Newegg. Laut CoinMap akzeptieren derzeit über 13.000 Läden auf der ganzen Welt Krypto als Zahlungsmethode.

Finanzinstitute zögern aufgrund der vagen Gesetzgebung nach wie vor, Kryptowährungen zu akzeptieren, heißt es in einem Bericht der US-Regierung. Dies könnte auch auf den Ruf von Bitcoin als Mittel zur Geldwäsche zurückzuführen sein. Der Trend könnte sich jedoch bald wenden, wenn Regulierungsbehörden und Rechtssprechung Zugang zu neuen Analysetools erhalten, um illegale Akteure besser ausfindig zu machen.

Wie funktionieren Zahlungen mit virtuellen Währungen?
Onlineshops wollen Kundinnen und Kunden viele unterschiedliche Zahlungsmöglichkeiten bieten, gleichzeitig aber das Risiko für Betrug gering halten. Obwohl Bitcoin den Ruf hat, besonders für Kriminelle ein attraktives Zahlungsmittel zu sein, kann es für Unternehmen tatsächlich zur Betrugsbekämpfung beitragen, wenn sie Kryptowährungen akzeptieren. Transaktionen via Blockchain können nicht rückgängig gemacht werden. Bei einem Produkt, dass mit Bitcoin bezahlt wurde, werden es Händler also nicht mehr erleben, dass der Kunde bzw. die Kundin die Zahlung storniert, nachdem das Produkt bereits versandt wurde. Darüber hinaus werden Transaktionsgebühren bei Bitcoin und Co. von den Usern festgelegt, nicht von Kreditkartenunternehmen oder Zahlungsanbietern. Die Höhe der Gebühren bestimmt die Geschwindigkeit, mit der Sie Ihr Geld erhalten.

Zugegebenermaßen macht das Kryptowährungen nicht gerade zum idealen Zahlungsmittel, wenn Sie eine Tasse Kaffee oder ein Paar Socken kaufen wollen. Der Hauptgrund dafür ist, dass alle Transaktionen miteinander konkurrieren, um von Minern überprüft zu werden. Diese neigen dazu, größere Summen zuerst zu verifizieren, da sie damit höhere Gebühren für sich beanspruchen können. Je kleiner eine Transaktion, desto länger dauert es, bis sie bearbeitet wird.

Erste Lösungen für dieses Problem existieren bereits. Um Kryptowährungen im Alltag zu nutzen, können Sie eine Drittanbieterplattform wie Coinbase nutzen. Coinbase hält die Assets der User in ihrem Namen. So können sich die User, wenn sie dieselbe Plattform benutzen, ohne Gebühren und Verzögerung gegenseitig Coins und Tokens schicken. Allerdings erfordert dies, dass sie einem zentralen Dritten vertrauen. Ironischerweise widerspricht das einem der ursprünglichen Gedanken hinter Bitcoin und anderen Kryptowährungen, nämlich eine Alternative zu zentralisierten Systemen zu bieten. Viele Krypto-Fans werden daher davon absehen, ihre digitalen Assets für alltägliche Zahlungen zu verwenden.

Alternativen zu Wallets und Exchanges
Zurecht sind zahlreiche Benutzer auch skeptisch in Bezug auf potenzielle Sicherheitslücken, die Wallets und Exchanges mit sich bringen. Je mehr Menschen Krypto benutzen, desto attraktiver werden Exchanges und andere zentralisierte Plattformen als Ziel für Hacker. Das Risiko lässt sich aber minimieren, wenn Sie auf bekannte und bewährte Anbieter setzen. Diese haben in Sicherheit investiert und schützen sich gegen Angriffe. Außerdem kommen nach und nach Alternativen zur Verwendung von zentralisierten Wallets und Exchanges auf den Markt.

Ein Beispiel wäre das Lightning-Netzwerk, wo Bitcoin-Transaktionen durchgeführt werden, ohne dass einzelne Zahlungen über die Blockchain aufgezeichnet werden müssen. Nur die Summe aller kleineren Transaktionen wird in die Blockchain eingeschrieben. Die Sicherheit wird dabei durch Smart Contracts zwischen den einzelnen Akteuren gewährleistet. Grob gesagt bedeutet dies, dass die User Coins über einen sicheren Kanal direkt untereinander verschicken können.

Die Vor- und Nachteile von Kryptowährungen als Zahlungsmittel
Im Lightning-Netzwerk stellt ein bestimmtes Protokoll sicher, dass die Transaktion nur durchgeführt wird, wenn sich die beiden Parteien darüber einig sind. Dafür ist es nicht nötig, die eigene Identität preiszugeben. Momentan ist es Krypto-Nutzern möglich, weitgehend anonym zu bleiben, doch dies könnte sich ändern, wenn entsprechende Gesetze erlassen werden. Kryptowährungen mögen deshalb als Zahlungsmittel für illegale Geschäfte berüchtigt sein, aber es ist trotzdem eine völlig legitime Art, Zahlungen entgegenzunehmen. Gerade Menschen, die einen hohen Wert auf Datenschutz legen, bevorzugen oft Zahlungsmethoden mit einem großen Maß an Privatsphäre. Die Anonymität kann daher je nach Blickwinkel als Vor- und Nachteil gleichermaßen gewertet werden.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Volatilität von Kryptowährungen. Der Markt kann sich innerhalb von Stunden drastisch verändern. Wenn Sie etwas um Bitcoin im Wert von 500 Euro verkauft haben, haben Sie vielleicht am nächsten Tag keine 500 Euro in Bitcoin mehr. Der Wert könnte stark gestiegen oder gefallen sein. Händler können dieses Problem umgehen, indem sie Krypto-Einnahmen unmittelbar nach der Transaktion in die jeweilige Landeswährung tauschen. Auf der anderen Seite kann es für Unternehmen auch lohnen, Kryptowährungen zu halten, da sie nur so von positiven Kursentwicklungen profitieren können.

Krypto-Zahlungen bieten eine Reihe von Vorteilen, denen die hohe Marktvolatilität gegenüber steht.

Wird Krypto in Zukunft das gängigste Zahlungsmittel?
Damit Kryptowährungen ein tragfähiger Ersatz für gängige Zahlungsmittel werden, müsste die Marktvolatilität drastisch reduziert werden. Solange der Markt volatil ist, werden Unternehmen nicht hauptsächlich Krypto annehmen, denn solange der Marktwert steigt, werden die Menschen ihre virtuellen Währungen kaum ausgeben. Sie würden ja sogar Geld verlieren, wenn sie mit Krypto einkaufen, während der Wert steigt. Das bedeutet, dass Unternehmen, die nur Krypto annehmen, mit Umsatzeinbußen rechnen müssen, wenn sich der Markt positiv entwickelt.

Kryptowährungen bergen interessante Potenziale für billige, schnelle und weltweite Zahlungen. Vor in allem Gebieten, in denen traditionelle Geldsysteme weniger etabliert sind, zum Beispiel in Schwellenländern, ist der Widerstand gegen neue Finanztechnologien relativ gering - aber bevor Kryptowährungen als Zahlungsmittel den Durchbruch erleben, müssen noch eine Reihe von technologischen und regulatorischen Fragen gelöst werden.

Quellen
Risiken und Schwachstellen virtueller Währungen
Wird Kryptowährung zu einer wichtigen Zahlungsmethode?
Wie Unternehmen Krypto als Zahlmethode annehmen können
Wie sich Bitcoin als Zahlungsmethode langsam weiterentwickelt
Vor- und Nachteile von Kryptowährungen als Bezahlmittel

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