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Checkliste für das Ende des Steuerjahres 2020

Florian Wimmer Florian Wimmer
07 Jan 2021 2 Minutes
Checkliste für das Ende des Steuerjahres 2020

Das Jahr nähert sich dem Ende zu und es ist Zeit nochmal einen prüfenden Blick auf dein Portfolio zu werfen. Wir haben dir die wichtigsten Steuertipps zusammengefasst, durch die ihr euch Geld, Zeit und Sorgen sparen und optimal vorbereitet ins Jahr 2021 starten könnt.

1. Verluste realisieren

Auch wenn 2020 definitiv ein Jahr der Gewinne war, können könnte es trotzdem sein, dass man bei einigen Coins den falschen Einsteigszeitpunkt gewählt hat und nun im Minus ist. Doch keine Angst, auch hier kann man noch etwas rausholen. Zumindest steuerlich ist es möglich Verluste zu realisieren und damit die Steuerlast für dieses Jahr zu senken bzw. in Deutschland sogar Steuern, die für das letzte Jahr gezahlt wurden, zurückzuholen.
Auch wenn ihr die Coins weiter halten möchtet, lohnt es sich eventuell kurzzeitig in einen anderen Coin umzuschichten. Dies funktioniert natürlich nur, wenn ihr innerhalb der einjährigen Spekulationsfrist verkauft. Wenn ihr die Coins länger als ein Jahr gehalten habt, könnt ihr weder Gewinne noch Verluste realisieren. Zu beachten ist zudem, dass die Haltedauer der veräußerten Coins durch das Umschichten endet und man wieder bei Tag 1 beginnt. Man sollte also abwägen, ob der Steuerspareffekt das Beenden der Spekulationsfrist rechtfertigt.

ACHTUNG: Gewinne oder Verluste aus z.B. Margin-Trading oder Security Token können nicht mit jenen aus Kursgewinnen durch Bitcoin & Co. gegengerechnet werden, da diese in verschiedene Steuerkategorien fallen. Tatsächlich kann man diese aber mit Erträgen aus eventuell vorhandenen Aktiendepots ausgleichen. Es gilt also zu beachten, in welcher Steuerkategorie sich die Gewinne/Verluste befinden, welche man ausgleichen möchte. Unser Steuerbericht hilft hier mit einer klaren Aufstellung weiter.

Weitere Details zur Verlustverrechnung findet ihr hier.

2. Liquidität sichern

Beim Krypto-zu-Krypto Trading können steuerlich Gewinne oder Verluste realisiert werden, auch wenn nicht in EUR gewechselt wird. Es könnte also dazu kommen, dass Steuern auf Gewinne zu zahlen sind, obwohl das nötige Cash dazu fehlt. Im worst case kann dies dazu führen, dass ihr eure Kryptos zu einem ungünstigen Kurs verkaufen müsst, um eure Steuerschuld bezahlen zu können. In Österreich könnte es aufgrund der fehlenden Möglichkeit über das Steuerjahr hinweg gegenzurechnen bis zu einer Privatinsolvenz führen. Wie dies passieren kann, haben wir schon nach dem letzten Bullrun in 2017 in einem Artikel erläutert: https://blog.blockpit.io/de/speculative-tax-trap

Mit unserer CryptoTax Software könnt ihr ganz einfach die aktuelle Steuerlast für das Jahr 2020 berechnen um einzuschätzen, ob ihr für die Steuerliquidität vorsorgen müsst.

3. Abgabefristen beachten

Die Abgabefrist für die Steuererklärung 2020 ist in Deutschland der 31. Juli 2021 und in Österreich der 30. Juni 2021. Wer sich von einem Steuerberater vertreten lässt, hat eine verlängerte Abgabefrist bis Ende Februar 2022 bzw. April 2022 in Österreich. Somit habt ihr grundsätzlich noch genug Zeit, um die Steuererklärung 2020 fertig zu stellen, dennoch endet das Steuerjahr mit dem 31. Dezember und die erwirtschafteten Erträge können nachträglich nicht mehr beeinflusst werden. Darum ist es bereits jetzt wichtig, sich mit den steuerlichen Auswirkungen zu beschäftigen, um wie oben beschrieben, Verluste zu realisieren und/oder Liquidität sicherzustellen. Auf unserer Blog-Serie Länder und ihre Kryptogesetze findest du übrigens alle wichtigen Infos zur Regulatorik und Besteuerung von Krypto-Assets in verschiedenen Ländern. 

4. Steuerschuld präventiv kontrollieren

Behalte schon während des Jahres 2021 deine Steuerschuld stets im Auge. Es fallen nicht nur Steuern an, wenn Bitcoin in Euro, sondern auch, wenn Coins oder Token untereinander getauscht werden oder du Rewards aus Staking oder ähnlichem erhältst. Daher kann sich unterjährig eine Steuerschuld aufbauen, ohne, dass du es mitbekommst oder Euros zur Begleichung erhältst. Ein tagesaktueller Überblick über realisierte und unrealisierte Gewinne oder Verluste sowie die Haltedauer deiner einzelnen Coins kann dabei helfen, stets steueroptimierte Trading-Entscheidungen zu treffen. 

Nutze daher die Blockpit CryptoTax App um deine neuesten Transaktionen sofort automatisch via API oder Blockchain Import zu analysieren, sowie auf Knopfdruck jederzeit auf eine vollständige Sicherung deiner Transaktionsdaten zuzugreifen. 


Haftungsausschluss: Die in diesem Blog-Post bereitgestellten Informationen dienen nur zu allgemeinen Informationszwecken. Die Informationen wurden nach bestem Wissen und Gewissen zusammengestellt und erheben keinen Anspruch auf Richtigkeit und Genauigkeit. Für detaillierte Informationen über Regulierungen dem legalen Status von Kryptowährungen empfehlen wir, sich an einen zugelassenen Rechtsberater im jeweiligen Land zu wenden.