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Der Gesetzgebungsprozess zur 5. EU Geldwäscherichtlinie steht kurz vor dem Abschluss und könnte im März 2018 in Kraft treten.

Wesentliche Neuerung ist, dass “virtuelle Währungen” und “elektronische Geldbörsen” (Wallets) künftig den Bestimmung der Geldwäscherichtlinie unterworfen werden. Tauschbörsen (Exchanges), welche den Austausch virtueller Währungen gegen gesetzliche Zahlungsmittel anbieten, fallen demnach künftig unter den Anwendungsbereich der Geldwäscherichtlinie. Exchanges die lediglich den Tausch von Kryptowährungen untereinander gewähren, scheinen nicht darunter zu fallen. Demnach soll klar sichergestellt werden, dass Exchanges und Wallet-Anbieter den Sorgfaltspflichten gegenüber Kunden unterliegen und dazu beitragen, Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung zu bekämpfen. Zudem soll gewährleistet werden, dass Nutzer von Kryptowährungen leichter identifiziert werden können.

Wie betrifft mich das als Privatperson oder Gewerbetreibender?

Die 5. Geldwäscherichtlinie betrifft in erster Linie die Finanzinstitute, Wertpapierfirmen, Investmentfonds, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer, Notare und Anwälte, usw. soweit sie Zahlungen in Höhe von EUR 10.000,- oder mehr in bar tätigen oder entgegennehmen. Addieren sich kleinere Beträge von gleichen Ausgangskonten, so werden diese ebenfalls erfasst und laufend zusammengefasst. Neu verpflichtet werden nun eben auch Tauschbörsen für virtuelle Währungen und Wallet-Anbieter.

Demnach hat man bspw. als Finanzinstitut die Sorgfaltspflicht, diese entsprechenden Zahlungseingänge hinsichtlich Herkunft und Versteuerung zu verifizieren. Als Nutzer von virtuellen Währungen bin ich wiederum verpflichtet die entsprechende Dokumentation und den Nachweis der Mittelherkunft zu erbringen. Bin ich als Nutzer / Bank-Kunde dazu nicht in der Lage, muss die Zahlung vom Finanzinstitut abgelehnt werden und der Hinweis wird an Steuerbehörden weitergereicht. Ein “Auszahlen” von Kryptowährunsgewinnen ab einer gewissen Höhe wird daher nur mit einer entsprechenden Dokumentation möglich sein.

Warum wird Dokumentation immer wichtiger?

Die neue Richtlinie schränkt die Anonymität weiter ein. Die Steuerbehörden werden verstärkt mit immer besseren Systemen die Marktaktivitäten und resultierenden Gewinne beobachten. Als Investor oder Trader von virtuellen Währungen wird das Berechnen der fälligen Steuerlast zunehmend eine Herausforderung – besonders bei einer höheren Anzahl an Trades oder dem Handel über mehrere Plattformen. Generell werden die “zentralen Meldestellen” (Financial Intelligence Units) mit mehr Befugnissen in der neuen Geldwäscherichtlinie ausgestattet. Wesentlich ist die neue Gewähr eines schnellen Zugriffs der zentralen Meldestellen auf Informationen der Inhaber von Bank- und Zahlungskonten mittels zentralisierte Register. Nationale FIUs sollen auch Informationen erhalten können, die es ihnen ermöglicht, Wallet-Adressen der Identität des Eigentümers virtueller Währungen zuzuordnen. Die Folge daraus wird sein, dass künftig auch Kryptowährungsbörsen Informationen an Steuerbehörden weiterleiten werden müssen.

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